Ab auf die Piste: Hochsaison für Sportverletzungen

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11 Nov Ab auf die Piste: Hochsaison für Sportverletzungen

Sport ist gesund und macht Spaß. Die Gefahr sich dabei zu verletzen besteht allerdings immer. Gerade beim Wintersport ist die Verletzungsquote hoch. Mit diesen Tipps können Sportverletzungen bestmöglich vermieden werden.

In Österreich verletzen sich jährlich etwa 200.000 Menschen bei der Ausübung von Sport. Ein Hauptgrund dafür ist, dass beim heutigen Lebensstil sportliche Aktivitäten nur noch eine Freizeitbeschäftigung sind – für manche sogar nur Luxus, da oft die Zeit fehlt. Wer sich jedoch nur hin und wieder sportlich betätigt, ist oft gar nicht fit genug, um die entsprechende Sportart auszuüben. Insbesondere bei beliebten Wintersportarten wie dem Ski- und Snowboardfahren ist das Verletzungsrisiko groß. Viele stehen nach einer längeren Pause wieder auf Skiern oder dem Snowboard, die Routine fehlt. Weiters wird die Muskulatur, die man für den Spaß auf der Piste benötigt, im Alltag kaum beansprucht. Ist man nach ein paar Abfahrten erschöpft, erhöhen Unkonzentriertheit und Selbstüberschätzung das Risiko einer Verletzung zusätzlich.

Vorsicht ist oberstes Gebot

Die mit Abstand häufigste Sportverletzung ist der Muskelkater. Jeder kennt ihn – lästig und unangenehm, aber er geht schnell vorüber und hinterlässt keine bleibenden Schäden. Prellungen oder Zerrungen der Muskulatur wiederum sind da etwas langwieriger und schmerzhafter. Wenn allerdings Muskelfasern oder Bänder ein- oder gar komplett reißen, ein komplizierter Knochen- oder Gelenksbruch entsteht, ist die fachgerechte Behandlung durch einen Arzt unerlässlich. Unsere Fachabteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie ist auf die Behandlung dieser und vieler weiterer Beschwerden spezialisiert. Dank höchster Expertise und individueller Behandlung werden Sie schnell wieder fit. 😉

muskeln dehnen aufwärmen

Die Muskeln sollten vor dem Sport immer aufgewärmt und gedehnt werden, um Verletzungsgefahren zu minimieren.

Die PECH-Regel

Skifahrer verletzten sich am Häufigsten an den Knien, aber auch Schultern und Hüfte sind immer wieder betroffen. Bei Snowboardern hingegen ist die Gefahr einer Handgelenksverletzung deutlich höher. Dadurch, dass beide Beine auf dem Board fixiert sind, werden bei einem Sturz die Hände und Arme deutlich mehr in Mitleidenschaft gezogen.

Um Folgebeschwerden zu vermeiden, ist erste Hilfe am Unfallort von höchster Wichtigkeit. Bei Sportverletzungen der Gliedmaßen können Sie sich üblicherweise an der PECH-Regel orientieren: Pause, Eis, Compression (bzw. Druck) und Hochlagern.

radfahrer helm schutz

Oft belächelt, noch öfter lebensrettend: Wenn Zubehör wie Helm und Gelenkschützer für eine Sportart erhältlich sind, sollten diese auch benutzt werden. Bei Anzeichen von Ermüdung, sollten Pausen eingelegt werden.

Um das Verletzungsrisiko zu minimieren, können Sie folgende Tipps befolgen:

  • Um die Muskulatur auf den Sport vorzubereiten, sollten Sie aufwärmen und dehnen. Nach der sportlichen Betätigung sollte ein cool down erfolgen.
  • Das Training sollte nicht zu einseitig sein. Wenn die Lieblingssportart nur einen bestimmten Teil der Muskulatur beansprucht, sollte ein Ausgleich gefunden werden, um den Bewegungsapparat gleichmäßig zu trainieren.
  • Qualitativ hochwertige Ausrüstung benützen. Wählen Sie beispielsweise das für Ihre Sportart richtige Schuhwerk aus, ersparen Sie Ihrem gesamten Körper viel Leid.
  • Wenn es für die gewählte Sportart Schutzkleidung gibt, tragen Sie diese auch. Helme sind beim Winter- oder Radsport wichtige Helfer, um schlimme Verletzungen zu vermeiden. Auch Gelenkschützer erfüllen einen wichtigen Zweck.
  • Passen Sie Geschwindigkeit und/oder Trainingsintensität Ihrem Können an. Muten Sie sich nicht zu viel zu, denn Selbstüberschätzung muss oft teuer bezahlt werden.
  • Berücksichtigen Sie Ermüdungserscheinungen! Gerade auf der Skipiste gefährden Sie bei Übermüdung nicht nur sich selbst, sondern auch andere Personen.
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