(Sich) Gesund essen – Ernährung für die Genesung

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11 Jan (Sich) Gesund essen – Ernährung für die Genesung

Die Ernährung hat einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden – besonders dann, wenn es einem gerade nicht so gut geht. Das Essen im Krankenhaus hat sich gewandelt. Hat man früher mit Grauen daran gedacht bemühen sich heute fast alle Kliniken um eine schmackhafte Kost. Im Privatklinikum HANSA in Graz kümmert sich der Küchenchef Christian Gaspar unter dem Titel „MedCuisine“ liebevoll und mit viel Wissen um das leibliche Wohl der Patienten.


Ein Rezept für eine gute Verdauung

Jeden Tag bewirtet der Küchenchef die Patienten – doch einmal im Monat kreiert er ein Rezept, das auch an Interessierte weitergegeben wird. Alle Rezepte sind auf der Website nachzulesen. Diesmal widmet er sich der Verdauung und tischt folgendes Rezept auf:

Gegrillte Garnelen mit Artischocken und Knoblauch

Artischocke – gut zum Bauch

Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen nach dem Essen? Hier könnte Ihnen die Artischocke (Cynara scolymus) helfen. Denn diese mit der Mariendistel verwandte Distelpflanze fördert die Fettverdauung.

Lang bekannte Kulturpflanze

Ursprünglich stammt sie vermutlich aus Äthiopien, heute ist die Artischocke weltweit als Feingemüse geschätzt. Gegessen werden dabei die Blütenhüllblätter und der Blütenboden. Da die Artischocke die Wärme liebt, finden sich Artischockenkulturen heute im Mittelmeerraum, in Südamerika und in Kalifornien. Sie kann auch in nördlicheren Klimazonen gedeihen, sofern die Gegend ausreichend Sonnentage aufweist und der Boden eher sandig ist.
Bereits im antiken Griechenland und Rom wurde die Mariendistel sowohl zum kulinarischen Genuss als auch für medizinische Zwecke verwendet. In Mitteleuropa entdeckte man ihre gesundheitsfördernde Wirkung erst Jahrhunderte später, als Einflüsse der arabischen Medizin stärker wurden. So findet sich die Artischocke als Heilpflanze etwa im „Canon medicinae“ des berühmten Avicenna.

Unterstützt die Verdauung

Die Artischocke fördert durch Ihre Bitterstoffe, die auch für den angenehm bitteren Geschmack verantwortlich sind, die Produktion und Ausschüttung der Gallenflüssigkeit. Die Leber produziert täglich rund 700 ml Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase eingedickt und gespeichert wird. Zu den Mahlzeiten wird Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm (Duodenum) ausgeschüttet und unterstützt die Fettverdauung. Denn im Darm wirkt sie wie ein Emulgator. Das heißt, die Fette ordnen sich in ganz kleine Tröpfchen an. Dadurch erhalten die Enzyme der Fettverdauung einen sehr guten Zugang und können die Fette weiter zerlegen. Mehr Gallenflüssigkeit bedeutet, dass es weniger leicht zum typischen Völlegefühl, Aufstoßen und Blähungen nach dem Essen kommt.

Auch gegen hohe Blutfette

Eine klinische Studie zeigte, dass die Artischocke auch einen positiven Effekt auf Blutfettwerte hat: Bei rund 150 Patienten verringerte ein Trockenextrakt aus frischen Artischockenblättern das Gesamtcholesterin schon nach sechs Wochen. Das Verhältnis von „bösem“ LDL-Cholesterin zu „gutem“ HDL-Cholesterin wurde ebenfalls günstiger. Die Ursache für den gesunkenen Cholesterinspiegel: Die Artischocke vermindert einerseits die Bildung von neuem Cholesterin. Andererseits hilft sie auch, Cholesterin über einen vermehrten Gallenfluss auszuscheiden.
(Quelle: „Pflanzenkraft für die Frau“ von Thomas Klein. ISBN 978-3-99052-103-8)

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Knoblauch – gut für die Gefäße

Zu allen Zeiten besaß der Knoblauch (Allium sativum), der ursprünglich aus Zentralasien stammt, höchstes Ansehen als Heilpflanze. Bereits die alten Ägypter setzten ihn ein. Beim Bau der Pyramiden wurde er trotz hoher Kosten den Arbeitern täglich ins Essen gemischt, um ihre Gesundheit zu erhalten. Wegen seiner hemmenden Wirkung auf das Wachstum von Bakterien und Pilzen fand er sogar zum Einbalsamieren der Mumien Verwendung.

Knoblauch wirkt sich vorteilhaft auf den Blutfluss in den kleinen Gefäßen aus. Er leistet einen Beitrag zur Normalisierung des Cholesterinspiegels und dürfte Studien zufolge einen leicht blutdrucksenkenden Effekt haben. Empfohlen werden 2-3 Zehen frischen Knoblauchs täglich. Falls Sie Knoblauch geschmacklich oder des Geruch wegen nicht mögen, gibt es auch Kapselpräparate ohne Geruch und Geschmack. Achten Sie aber darauf, dass diese auf einen hohen Gehalt an Alliin standardisiert sind. Das ist der Stoff, der durch enzymatische Umwandlung zum eigentlich wirksamen Bestandteil wird, dem Allicin.
(Quelle: „Pflanzenkraft für die Frau“ von Thomas Klein. ISBN 978-3-99052-103-8)

Das Rezept: Gegrillte Garnelen mit Artischocken und Knoblauch, Bandnudeln und Strauchtomaten

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Zutaten

  • 16 Stk. / ca. 600 g Riesengarnelen mit Schale 8/12 geputzt und einmal eingeschnitten – Butterfly
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Olivenöl
  • 4 Stk. Knoblauch
  • 20 Stk. Mini Strauchtomaten oder Cherry Tomaten
  • 8 Stk. Artischocken groß
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch i.Ganzen, Weißwein und Gemüsefond, Thymian, Rosmarin
  • 200 g Schalotten
  • 1 Eßl. Petersilie gehackt
  • 1 Eßl. Basilikum geschnitten
  • 300 ml Tomatensauce
  • 200-300 ml Gemüsefond

Tapenade

  • 40 g Knoblauch
  • 60 ml Olivenöl
  • 1 Eßl. Petersilie gehackt
  • 60 g Artischocken geschmort
  • 120 g Tomaten ohne Haut
  • Salz, Pfeffermühle


Nudeln

  • 320 g Bandnudeln, in leichtem Salzwasser gekocht

 

Zubreitung

Riesengarnelen
Eingeschnittene Riesengarnelen Salzen und Pfeffern und in heißer Pfanne mit Olivenöl anbraten. Strauchtomaten halbieren, Schalotten grob schneiden

Artischocken schmoren
Den Stiel der Artischocke abschneiden, ebenso die groben Blätter, alles rundherum abschneiden, sodass nur der Boden übrig bleibt. Mit Löffel die inneren „Haare“ auskratzen und in leichtes
Zitronenwasser einlegen. Olivenöl in einem Topf erhitzen, Artischockenboden dazugeben und kurz anbraten, mit Knoblauch, Kräuterzweigen, Salz und Pfeffer würzen – mit Weißwein und etwas Gemüsefond ablöschen – zudecken und dünsten. Einen Teil in grobe Stücke schneiden, den anderen Teil für die Tapenade kleinwürfelig schneiden.

Tapenade
Alle Zutaten kleinwürfelig schneiden. Knoblauch in Olivenöl anschwitzen und restliche Zutaten beigeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Den blättrig geschnittenen Knoblauch mit Schalotten in Olivenöl anschwitzen, Tomaten und den einen Teil Artischocken beigeben und kurz durchbraten. Mit Tomatensauce und Gemüsefond auffüllen – eventuell nachschmecken und mit den gehackten Kräutern vollenden – Gekochte Bandnudeln darin schwenken bzw. erhitzen. Auf Teller anrichten, Garnelen darauf arrangieren und mit der Tapenade vollenden.

Anmerkung
8/12 bzw. Buchstaben und Zahlen geben die Größe der Garnelen an. Man spricht dann in diesem Fall von 8 – 12 Stk. pro Pfund Gewicht. Gemüsefond erhalten sie durch auskochen von Wurzelgemüse oder/ und Sellerie. Tomaten abziehen – 3 Sekunden in kochendem Wasser überbrühen und kalt abschrecken – Haut abziehen.

 

Das HANSA Privatklinikum in Graz wünscht gesunden Appetit!

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