Ihre Beweglichkeit wieder herstellen – Schwerpunkt Unfallchirurgie

unfallchirurgie graz HANSA Privatklinikum - Körper

05 Jan Ihre Beweglichkeit wieder herstellen – Schwerpunkt Unfallchirurgie

Der menschliche Körper ist erstaunlich – hunderte Knochen, Gelenke und Muskeln spielen in höchster Präzision zusammen, um eine optimale Beweglichkeit zu garantieren. Was, wenn da etwas nicht mehr funktioniert? Wenn plötzliche Verletzungen des Bewegungsapparates aufgetreten sind, etwa durch Sportunfälle, ist das die Domäne der Unfallchirurgie. Die Übergänge zum Fach Orthopädie sind fließend. Unfallchirurgen führen nämlich oft auch Operationen aus, die nicht unbedingt durch Verletzungen, sondern eher durch Abnutzungserscheinungen (Arthrose) bedingt sind.

Wenn ein Unfall passiert – Einsatz für die Unfallchirurgie

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat aktuelle Daten: Rund 850.000 Menschen verunglücken im Jahr in Österreich bei Unfällen. Drei Viertel aller Unfälle passieren in der Freizeit, zu Hause oder beim Sport. Knapp drei Viertel der Unfälle entfallen auf den Lebensbereich Heim/Freizeit/Sport. Unfälle bei der Arbeit oder in der Schule machen etwa 19 Prozent aus, und rund sechs Prozent aller Unfälle waren Verkehrsunfälle.

Das Kerngebiet der Unfallchirurgie liegt in der akuten Behandlung traumatischer Verletzungen am Stütz- und Bewegungsapparat. Typischerweise kann es bei einem Unfall einerseits zu Verletzungen der Knochen (Brüche) kommen, andererseits ist die oftmals der Stützapparat betroffen. Das heißt, es kommt zur Überdehnung oder zum Riss von Sehnen, Bändern (z.B. Kreuzbandriss) und Gelenkskapseln.

Genaue Abklärung als Basis für die ideale Therapie

Wenn ein Schaden im Bewegungsapparat eingetreten ist, muss zunächst durch eine körperliche Untersuchung und mit Hilfe bildgebender Verfahren der Radiologie eine rasche, präzise Abklärung des Schadens vorgenommen werden. Erst auf der Basis dieser Untersuchungen kann entschieden werden: Ist eine vorübergehende Ruhigstellung des Gelenkes ausreichend, etwa durch Stützverbände oder Gips ( = konservative Therapie)? Oder ist die Verletzung der Bänder, Sehnen und Knochen so gravierend, dass eine Operation notwendig ist?

Moderne Operationsmöglichkeiten

Wenn operiert werden muss, stellt sich wiederum die Frage, welche Art der Operation die richtige ist. Bei den operativen Verfahren wird eine minimal-invasive Variante bevorzugt, also die „Knopfloch-Chirurgie“. Durch einen sehr kleinen Hautschnitt werden eine winzige Kamera und schmale chirurgische Instrumente in das Gelenk eingeführt. So kann der Gewebeschaden möglichst gering gehalten werden. Immer ist diese Methode allerdings nicht möglich, eine fachärztliche Beurteilung der Situation ist hier ausschlaggebend.

Gelenksabnützungen früh entgegenwirken

Die Operation an Gelenken aufgrund von Abnützungserscheinungen fällt auch in die Zuständigkeit der Unfallchirurgen. Man sollte allerdings nicht tatenlos warten, bis der Schaden durch eine Gelenksabnützung so groß ist, dass operiert werden muss. Besonders auch präventive Maßnahmen wie Bewegungstherapien, Muskelaufbau und die richtige Ernährung spielen eine Rolle. Suchen Sie sich eine Sportart, die Ihnen Freude macht und achten Sie auf eine ballaststoffreiche und kalorienarme Ernährung. Zucker und tierische Fette sind zu meiden. Denn Übergewicht ist Gift für die Gelenke! Mit einer ausgeglichenen Aufnahme von Nährstoffen kann das Fortschreiten einer Arthrose deutlich hinausgezögert werden. Auch der Einsatz von knorpelnährenden Präparaten mit Glucosamin, Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure kann sinnvoll sein.

Ausgleich von Fehlhaltungen bis zur Operation

Arthrose kann man getrost als Volkskrankheit bezeichnen – sie betrifft jede zweite Person über 40! Meist tritt die Arthrose in den großen Gelenken des Körpers auf, also Kniegelenk und Hüftgelenk.

Hier können durch die chirurgische Entfernung zerstörter Knorpelteile schmerzhafte Schäden behoben werden. Bei irreparablen Schäden kann durch den Ersatz ganzer Gelenke durch künstliche innere Prothesen (sogenannten Endoprothesen) neue Lebensqualität geschaffen werden. Zusätzlich sind neue Verfahren wie die biologische Gelenkserhaltung mit Ersatzknorpel eine Option. Dazu wird dem Patienten eine kleine Menge Knorpel entnommen, außerhalb des Körpers vermehrt und wieder implantiert.

Eine weitere häufige „Problemzone“ ist der Rücken und die Wirbelsäule – nachdem Fehlhaltungen ausgeglichen und alle konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sind, kann ein chirurgischer Eingriff zur Schmerzfreiheit führen.

unfallchirurgie graz HANSA Privatklinikum - Operation

Hohe Spezialisierung des Operateurs notwendig

Bei jeder Operation spielen die höchste Fähigkeit des Operateurs und der Einsatz modernster medizinischer Techniken zusammen. So verlangt etwa ein abgegrenztes chirurgisches Spezialgebiet, die Handchirurgie, besonders hohe Spezialisierung: Operationen an den Händen (oder auch Füßen), um die Bewegungsfunktion der Extremitäten wieder herzustellen, sind oft sehr komplex. In diesem Bereich sind Operationen besonders herausfordernd, da Nerven und Blutgefäße dicht auf engstem Raum liegen und die Beweglichkeit und Versorgung erhalten werden müssen.

Nachsorge ist genauso wichtig

Nach einer Operation und Schmerztherapie ist auch die Einleitung einer umfassenden Rehabilitation, um wieder optimal in den Alltag zurückzufinden, eine wichtige Aufgabe der Unfallchirurgie bzw. Orthopädie. Die richtige Nachsorge verbessert die Beweglichkeit nachhaltig.

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