Ernährung vor einer Operation: So tun Sie Ihrem Körper Gutes

06 Sep Ernährung vor einer Operation: So tun Sie Ihrem Körper Gutes

Eine Operation kann unseren Körper stark beanspruchen. Daher ist es umso wichtiger, ihn optimal auf die OP vorzubereiten und ihm danach nicht zu viel abzuverlangen. Die richtige Ernährung kann Ihnen dabei helfen.

Grundsätzlich wird Sie Ihr behandelnder Arzt vor der Operation über alles aufklären, was Sie wissen müssen. Er oder sie ist auch Ihre Ansprechperson, falls sich Unsicherheiten einschleichen. Jeder operative Eingriff ist individuell und auch der Gesundheitszustand der Patienten ist höchst unterschiedlich. Daher kann es keine allgemeingeltenden Regeln dafür geben, was und wieviel vor oder nach einer Operation zu sich genommen werden sollte. Die allseits bekannte Richtlinie, man solle sechs Stunden vor einer OP mit Narkose nüchtern sein, ist zwar für feste Nahrungsmittel eine gute Empfehlung, für klare, fettfreie Getränke wie Wasser, Säfte ohne Fruchtfleisch oder Tee und Kaffee ohne Milch gilt dies allerdings nicht. Immer häufiger wird beobachtet, dass Patienten, die bis zu zwei Stunden vor ihrer Operation diese Flüssigkeiten zu sich genommen haben, positiv beeinflusst sind. Erhöhtes Durstgefühl und postoperative Kopfschmerzen beispielsweise wurden seltener beobachtet.

„Klare Flüssigkeiten, wie Wasser und fleischlose Säfte, dürfen und sollen bis zwei Stunden vor der Operation getrunken werden.“

Finger weg von festen Nahrungsmitteln

Warum Sie allerdings tatsächlich die Finger von festen Nahrungsmitteln einige Stunden vor dem Eingriff lassen sollten, hat einen einfachen Grund: Die Anästhesie wirkt nicht nur auf das Bewusstsein, sondern auch auf die Schutzreflexe des Körpers. Zu diesen zählt auch der Schluck- und Hustenreflex. Falls sich also bei einsetzender Wirkung der Narkose noch Nahrungspartikel im Magen befinden, kann es sein, dass sie durch den fehlenden Schluckreflex irrtümlich in die Lunge geraten und dort eine Lungenentzündung auslösen. Doch die Narkose ist nicht das Einzige, worauf sich der Körper bei einer Operation gefasst machen sollte. Um etwaige Infektionen abzuwehren oder eine rasche Heilung zu gewährleisten, muss das Immunsystem fit sein, Nährstoffdepots sollten gefüllt sein. Vermeiden Sie längere Nüchternheitsphasen, denn heutzutage ist dies nicht mehr notwendig. Im Gegenteil, sie könnten Ihnen eher schaden, da die gespeicherten Vitamine und Nährstoffe verbraucht werden. Natürlich sollte der Verdauungstrakt geschont werden, indem zu fette Speisen in der Zeit vor dem operativen Eingriff vermieden werden. Jedoch sollten Sie sich auch nicht kasteien.

Die richtige Ernährung hat vor allem vor einem operativen Eingriff großen Stellenwert.

Die richtige Ernährung hat vor allem vor einem operativen Eingriff großen Stellenwert.

Sofern nicht im Verdauungstrakt operiert wurde oder andere medizinische Gründe dagegen sprechen, sollte möglichst bald nach dem Eingriff wieder mit dem Essen begonnen werden. Zu Beginn, also einige Stunden oder Tage nach der OP, sollte vermehrt auf leichte Kost gesetzt werden, die auf mehrere kleine Mahlzeiten aufgeteilt wird. Gedünstetes, helles Fleisch oder Fisch hilft, die Eiweißreserven wieder aufzufüllen. Generell sind gedünstete Speisen jetzt sehr bekömmlich. Auch zu viel Säure sollte anfangs vermieden werden. Es empfiehlt sich säurearmes Obst, sowie Erdäpfel, welche ja als basische Lebensmittel gelten. Blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln sollten gemieden werden.

MedCuisine: Essen, das schmeckt.

Schmecken darf es aber trotzdem! Den Mythos, in Krankenhäusern gäbe es nur langweiliges Essen, das nicht schmeckt, widerlegen wir mit unserer MedCuisine. Wir verwenden saisonale Zutaten aus der Region und kombinieren diese mit ernährungswissenschaftlicher Expertise. Gerade gute und hochwertige Speisen können die Heilung beschleunigen, denn nur, wenn auch der Geist glücklich ist, kann sich auch der Körper wohlfühlen.

Gesunde Ernährung zahlt sich auch im normalen Alltag aus, nicht nur im Zuge einer Operation.

Qualitativ hochwertige und wohlschmeckende Speisen können den Heilungsprozess nach einer OP beschleunigen.

Auch für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt gilt: Hungerkuren sind tabu! Ihr Körper braucht gerade jetzt Nährstoffe und Energie. Ziehen Sie mehrere kleine Mahlzeiten den üblichen drei großen Hauptmahlzeiten vor – so kann Ihr Körper die gesparte Energie in Heilung und Regeneration investieren. Achten Sie auf Qualität: Denn was gut schmeckt, tut auch gut.

Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!

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