Bauchgefühle: Wissenswertes über unseren Verdauungstrakt

Verdauung Mensch

28 Dez Bauchgefühle: Wissenswertes über unseren Verdauungstrakt

Die Aufgaben unseres Verdauungstrakts sind vielfältig. Er ist nicht nur dafür verantwortlich, dass unserem Körper die nötige Energie zugeliefert wird, um alltägliche Herausforderungen zu bewältigen, sondern fungiert auch als „Müllentsorger“. Unseren Verdauungstrakt in seiner Arbeit bestmöglich zu unterstützen, gehört daher zu einer unserer wichtigsten Aufgaben. Dennoch herrscht oft Ungewissheit darüber, was Magen- und Darmtrakt eigentlich alles leisten. Aufgrund dessen möchten wir Sie im folgenden Blogartikel über die wichtigsten Fakten und Funktionen unseres Verdauungssystems aufklären.

 

Mund – aller Anfang ist hier

Bevor eine Speise in den Magen gelangt, muss sie erst unseren Mund passieren. Die Speicheldrüsen im Mund werden auch Verdauungsdrüsen genannt. Denn sie sorgen dafür, dass sich unsere Nahrung mit Speichel vermischt und die Verdauung der Nährstoffe eingeleitet wird. Dieser „Nahrungsbrei“ wandert durch die Speiseröhre weiter in den Magen, wo der nächste Verdauungsschritt einsetzt.

Wussten Sie, dass…

Unser Mund bis zu 2 Liter Speichel am Tag produziert? Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung sind das bis zu 25.000 Liter, die sich in unserer Mundhöhle ansammeln.

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Der Magen – hier kommt Bewegung rein

Durch die Muskulatur des Magens kommt der wandernde Speisebrei in Bewegung und wird mit unserem Magensaft durchtränkt. Dieser Saft gelangt durch Drüsen in der Magenschleimhaut in unseren Magen und leitet die Verdauung von Eiweißen ein. Sind alle Komponenten vermischt, gelangt der Speisebrei in kleinen Portionen weiter in Darmtrakt.

Wussten Sie, dass…

Unser Magen auch knurrt, wenn wir gerade nicht hungrig sind? Grund dafür ist die sogenannte Peristaltik – das wellenförmige Zusammenziehen der Muskulatur, durch das der Mageninhalt transportiert wird. Ist der Magen leer, sind diese Bewegungsgeräusche hörbar, da keine Nahrung vorhanden ist, von der sie gedämpft werden könnten.

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Darm – das dicke Ende kommt noch

Der Speisebrei setzt hier seine Reise beim Zwölffingerdarm, dem ersten Abschnitt des Dünndarms, fort. Der Zwölffingerdarm bekommt jedoch zusätzliche Unterstützung durch die Leber und die Bauchspeicheldrüse:

Die Galle bildet den Gallensaft, der in der Gallenblase gespeichert und bei Bedarf – wie der Verdauung von Fetten – in den Zwölffingerdarm abgegeben wird.

Die Bauchspeicheldrüse produziert den Bauchspeichel, der bei der Verdauung aller Nährstoffe (Fette, Stärke und Eiweiße) unterstützend wirkt.

Die nächste Raststation des Speisebreis befindet sich im Dünndarm. Dort werden alle Nährstoffe weiterverdaut und in ihre Grundbausteine zerlegt. Stärke und Eiweiße gelangen über die Darmwand ins Blut, Fette werden hingegen von den Lymphgefäßen aufgenommen.

Ist diese sogenannte „Resorption“ abgeschlossen, wandert unser Speisebrei weiter in den Dickdarm, wo ihm das Wasser entzogen wird. Durch Darmbewegungen gelangt er in den Mastdarm und die unverdauten Nahrungsreste werden anschließend ausgeschieden.

Wussten Sie, dass…

Der Dünndarm eine Oberfläche von 250m² und somit die Größe eines Tennisplatzes hat? Er ist zwar „nur“ 7 Meter lang und 2,5 Zentimeter dick, doch besitzt er keine glatte Oberfläche, sondern hat Falten und ist mit Darmzotten und Mikrodarmzotten bestückt.

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Unser Darm erbringt rund um die Uhr Höchstleistungen. Daher ist es umso wichtiger, dass wir ihn durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung unterstützen – geht’s ihm gut, geht’s uns gut!

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